Erster deutsch-französischer Industrie der Zukunft Workshop mit dem Thema Machine Learning

Pressemitteilungen — 25, June 2021

Share this article

Sindelfingen/Paris, den 25. Juni 2021. Innovationen leben vom Austausch. Sei es die Digitalisierung, das autonome Fahren oder die Industrie 4.0. – sowohl in Deutschland als auch in Frankreich beschäftigen sich Wissenschaftler und Unternehmen mit diesen gesellschaftlich relevanten Themen. Deshalb hat AKKA Technologies, einer der führenden Ingenieurs- und Entwicklungsdienstleister gemeinsam mit der German-French Academy for the Industry of the Future, die von der deutschen Technischen Universität München (TUM) und dem französischen Institut Mines-Télécom (IMT) gegründet wurde, ein spannendes neues interaktives Format geschaffen. Dabei arbeiten akademische Partner und Industrieexperten grenzüberschreitend und interdisziplinär Hand in Hand, um Lösungen für die Industrie der Zukunft zu erarbeiten.

Beim ersten interaktiven „Deutsch-Französischen Industrie der Zukunft Workshop“ am 24. Juni 2021 kamen über 60 Teilnehmer aus der Wissenschaft und Industrie zusammen, um gemeinsam an der Frage zu arbeiten, wie maschinelles Lernen die Grenzen von digitalen Zwillingen erweitern kann. Neben inspirierenden Fachbeiträgen hatten die Teilnehmer aus ganz Frankreich und Deutschland die Gelegenheit, in interaktiven Arbeitssitzungen Anwendungsfälle von digitalen Zwillingen und Potenziale von maschinellem Lernen zu vertiefen.

Doch was ist überhaupt ein digitaler Zwilling? Unter einem Digitalen Zwilling versteht man ein digitales Abbild von Dingen und Prozessen aus der realen Welt. Während ein Zwilling in der Realität besteht, wird ein zweiter, sogenannter digitale Zwilling im Computer geschaffen. Dieser kann sowohl physische Objekte als auch nicht-physische Dinge wie zum Beispiel Dienste beinhalten. Für den digitalen Zwilling ist es dabei unerheblich, ob das Gegenstück in der realen Welt schon existiert oder erst existieren wird. Der Digitale Zwilling ermöglicht beispielweise die Kontrolle über den gesamten Lebenszyklus eines Fahr- oder Flugzeugs und kann so entscheidend zu einer ressourceneffizienten und damit ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Produktion beitragen. Digitale Assistenzsysteme können auf Basis eines digitalen Zwillings auch bei der Planung, Vernetzung und Konstruktion von Produktionsanlagen unterstützen.

Maschinelles Lernen bietet dabei ein hohes Innovationspotenzial, um die Grenzen von digitalen Zwillingen zu überwinden und die Entwicklung von Dingen und Prozessen noch näher an der realen Welt darzustellen. Dies stellten unter anderem Dr. Dirk Hartmann, Senior Principal Scientist bei der Siemens A, Dr. Andy Yap, Vice President Software & Embedded Solutions bei AKKA Technologies, Prof. Dr. Noël Crespi, Professor and Head of the Data Intelligence and Communication Engineering laboratory (DICE), Télécom SudParis gemeinsam mit Prof. Dr. Roberto Minerva, Associate Professor at the Data Intelligence and Communication Engineering laboratory (DICE), Télécom SudParis in ihren Fachbeiträgen dar.

Die Deutsch-Französische Akademie für die Industrie der Zukunft ist ein strategisches Instrument zur Förderung der engen Zusammenarbeit zwischen führenden europäischen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen. Sie wurde vom französischen Institut Mines-Télécom (IMT) und der deutschen Technischen Universität München (TUM) gegründet. Ausgerichtet auf gemeinsame Forschung, Bildung und Innovation, ist es die Aufgabe der Akademie, die Herausforderungen zu meistern, die mit der zunehmenden Digitalisierung von Industrieprozessen einhergehen.

Paul-Guilhem Meunier, Projektleiter der Deutsch-Französischen Akademie für die Industrie der Zukunft: “Die Hauptaufgabe der Deutsch-Französischen Akademie für die Industrie der Zukunft ist es, die Komplementarität der Forschungs- und Ausbildungskompetenzen zwischen den beiden Ländern bei technologischen Spitzenthemen zu fördern. Frankreich und Deutschland haben eine lange Tradition der Innovation für die wirtschaftliche Entwicklung. Heute nutzen wir dieses Erbe, um die europäische Führungsrolle im Kontext des Aufkommens von Industrie 4.0 auszubauen. Mit diesem interaktiven Workshop wollen wir eine Antwort auf eine Souveränitätsfrage geben, indem wir Know-how im Bereich der künstlichen Intelligenz für die Industrie entwickeln. ”

Dr. Peter Mehrle, CEO von AKKA in Deutschland äußert sich zu dem neuen Format: „Das Thema digitale Zwillinge und Machine Learning haben wir nicht aus dem Nichts gewählt: Als einer der führenden europäischen Entwicklungsdienstleister sind wir in vielen Branchen tätig. In all diesen Bereichen können uns digitale Zwillinge helfen, Prozesse zu simulieren und zu validieren – und dies auf eine nachhaltige und effizientere Art und Weise. Ich freue mich, dass wir mit der German-French Academy for the Industry of the Future einen hervorragenden Partner gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir grenzüberschreitend an Fragestellungen zur Industrie der Zukunft arbeiten.“

Kooperationen zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern sind von größter Relevanz, wenn es darum geht, Innovationen voran zu treiben und den Wissenstransfer von Grundlagenforschung hin zu Industrieanwendung zu begleiten. „Mit unserer Forschungsabteilung AKKA Research können wir auf ein reiches Netzwerk zurückgreifen und immer wieder neue Forschungsprojekte auf beiden Seiten des Rheins gestalten. Im Automotive Bereich arbeiteten wir beispielsweise bereits seit 10 Jahren an Fahrzeugen mit autonomen Fahrfunktionen – bei der Entwicklung unseres Link&Go und Link&Go 2 waren Digitale Zwillinge ein Innovationsbeschleuniger. Auch in der Luftfahrt arbeiteten wir gemeinsam mit Kunden dank unserer Software 3DJuump an einer verbesserten Wartung von Flugzeugen.“, äußert sich Felix Jakob, Direktor AKKA Research in Deutschland.

Dr. Andy Yap, Vice President Software & Embedded Solutions bei AKKA, ist von der ersten Sitzung des neuen Formats begeistert: „Die Mischung aus inspirierenden Fachbeiträgen, interaktiven Arbeitssitzungen und der kritischen Diskussion von industriellen Anwendungsfällen ist genau das, was dieses neue Format so spannend macht. Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir uns einig sind, dass in der Verbindung von modernen Machine-Learning Ansätze mit den sorgfältig ausgewählten Datensätze und Simulationen auf Basis von Digitalen Zwillingen ein enormes Potenzial liegt.“
Das Format wird in einem europäischen Kontext in Zukunft fortgeführt werden. Interessierte Fachexperten aus der Wissenschaft und Industrie sind zur Teilnahme herzlich willkommen.

25 Jun 2021

.pdf — 310.33 KB

Erster deutsch-französischer Industrie der Zukunft Workshop mit dem Thema Machine Learning

Download